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Was ist medizinische Hypnose nicht?

  • Sie schlafen in Hypnose nicht, es ist viel mehr eine innere Aktivität bei äußerer Entspannung. Daher ist man nach einer Sitzung körperlich tiefenentspannt, aber der Geist gerade bei schweren Themen erstmal „müde“ und in seinem Prozess.
  • Es ist nicht so, dass Sie sich hinsetzen/legen und der Hypnosetherapeut erzählt Ihnen etwas, wofür Sie nichts tun müssen. Sie als Patient/in müssen in Trance aktiv an den für Sie wichtigen Themen arbeiten.
  • Ihr Unterbewusstsein ist ihr Selbst-Anteil. Unbewusste Veränderungen können demnach nicht von einer Hypnotherapeutin bestimmt, sondern von Ihnen im gemeinsamen therapeutischen Prozess entwickelt werden.
  • Das menschliche Bewusstsein holt in einer Trance Erinnerungen oder auch Gefühle zu Situationen aus der Vergangenheit hervor. Es ist also keine Wahrheitsfindung in diesem Sinne, sondern ein hervorholen unbewusster oder bewusster Gefühle und Erinnerungen, Erfahrungen, Situationen aus der Vergangenheit. Somit ist eine Aufarbeitung und Neubewertung möglich, die dann zur Linderung bis Heilung der Symptome führt.
  • Die gefährlichen Manipulationen der Showhypnotiseure müssen klar unterschieden werden von der seriösen Hypnose. Bühnenhypnose ist auf eine spektakuläre Show ausgerichtet, in der TeilnehmerInnen von einem machtorientierten Hypnotiseur entwürdigt werden. Dagegen bemüht sich eine Hypnotherapeutin, ihren Patienten/innen in der Trance unbewusste Unterstützungsmöglichkeiten zukommen zu lassen.

Was passiert mit mir in Hypnose? Werde ich manipuliert?

  • Sie haben jederzeit die Kontrolle über sich und Ihren Zustand.
  • In der Regel erleben Sie Ihren Trancezustand bewusst. Sie hören z.B. die Geräusche um sie herum, befinden sich aber in einer Art regressiven Zustand, das heißt, Sie sind mit sich, Ihren Bildern und Gefühlen und Ihrem Erleben beschäftigt.
  • Die Therapeutin leitet sie an und Sie sind in der Lage über Worte oder Gesten mit ihr zu kooperieren und zu kommunizieren. Somit wird der Verlauf der Sitzung von Ihnen mitbestimmt. Sie entscheiden den Weg den Sie gehen möchten.
  • Die Therapeutin unterstützt die Patientin, den Patient bei der Lösung des Problems, sie kann sie aber nicht für den/die Patient/in lösen.

Ist Hypnotherapie eine Kassenleistung?

  • Nein, in Deutschland wird Hypnose nicht von den Krankenkassen bezahlt. Trotz wissenschaftlicher Anerkennung.

Wie lange dauert eine Hypnotherapie?

  • Eine Sitzung dauert zwischen 60 und 120 Minuten, das kommt auf die Problemstellung/Symptomatik und auch auf die Belastbarkeit des Patienten, der Patientin an.
  • Sie müssen sich auch vor Augen halten, dass Hypnose tief greift und viel in Ihnen arbeiten wird. Daher zählt sie auch zu den Kurzzeittherapien. Kurz und effektiv, wenn Sie mitarbeiten.
  • Aus Erfahrung braucht es 1-8 Sitzungen pro Symptomatik. Das sind im Durchschnitt 4 Sitzungen pro Anliegen. Im Vergleich wird eine Verhaltenstherapie mit mindestens 24 Stunden angesetzt.

Kann jeder Mensch hypnotisiert werden?

  • Hypnose ist nichts anderes als eine Verschiebung des Bewusstseins. In diesem Zustand spricht unser Unterbewusstsein und das Bewusstsein/der kritische Faktor hat Pause.
  • Grundsätzlich kann jeder Mensch zu einem gewissen Punkt in Trance gehen.
  • Die Trancetiefe ist nicht bei jedem gleich, sie kann allerdings durch Übung vertieft werden.
  • Bei Menschen denen es schwer fällt sich zu konzentrieren und Menschen mit einer ausgeprägten geistigen Behinderung ist eine andere Therapiemethode indiziert.

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